Willkommen in London, meine Damen und Herren - Eine der bedeutendsten Metropolen dieser Welt! Hier gibt es eine Menge zu Erleben für Jedermann, glauben Sie mir. Haben Sie sich schon den Big Ben angesehen? Haben Sie versucht, die Grenadier Guards vor dem Buckingham Palace zum Lachen zu bringen? Vielleicht gehören Sie auch zu der Art Touristen, die sich in diese Stadt verlieben und nie wieder gehen? Viele kamen in unsere Stadt, sie haben hier geliebt, gelebt, gelacht und gelitten. Hier gab es bereits tausende Geschichten und es wird noch etliche tausend weitere hier geben. Vielleicht gehört Ihre bald auch dazu? Die Steine der Straßen sind getränkt mit Tränen, Blut und Schweiß von all den Menschen, die hier wandelten. Londons Seiten sind nicht nur sonnig, meine Damen und Herren, nein, das sind sie wahrlich nicht. In der hiesigen Zeitung, The Chronicle - die größte unserer Stadt - lesen wir jeden Tag von den Verbrechen, die diverse Banden hier begehen. In den dunkelsten Gassen schleichen sie sich herum, aber nicht nur dort, selbst auf der Sonnenseite lassen sie sich blicken. Haben Sie den feinen Herren mit dem Anzug gesehen? Haben Sie gewusst, das er der Kopf einer der größten Banden hier ist? Sogar die Reichen unter uns tragen keine weiße Weste. Aber wo auch immer es Reichtum gibt, dort herrscht auch Armut. Die Leute, die am wenigsten haben, für die kein Licht in der Dunkelheit zu leuchten scheint, diese sollten in die Stille horchen, denn man sagt, man kann dort den Gesang der Nachtigallen hören, eine Zuflucht für alle die keine Hoffnung mehr verspüren. Schauen Sie, zu unserer Linken befindet sich das Nightingale Theatre, man munkelt das sich des nachts die Nachtigallen dort tummeln, aber wer weiß schon, ob es stimmt, was auf den Straßen verbreitet wird? Vorsichtig, meine Damen und Herren, wohin Sie auch gehen, seien Sie aufmerksam, denn jeder Schritt in dieser Stadt schreibt Geschichte. Wie wird sich die Ihrige gestalten?



Wir schreiben das Jahr 2019.
Mai bis August




Xobor RPG; Szenentrennung

Real Life RPG - London

empfohlen ab 18 / L3S3V3

Seit Oktober 2018

#1

[_ There will be blood... ^LMV^ * Grim & Alexis * 10th of July - Nighttime * closed

in Outer London 14.07.2019 02:17
von Alexis Steel | 43 Beiträge

Nachfolgendes Play ist nichts für Zartbesaitete!! Wer mit der expliziten Darstellung von Gewalt nichts am Hut hat, sollte hier nicht mitlesen!!





„Ach nun halt deine dämliche Fresse!“ Und wieder einmal landete seine Faust in dem nun schon mehr als lädiertem Gesicht des Knastaufsehers, der vor ihm gefesselt auf einem Stuhl saß und um Gnade winselte. Warum gingen die Menschen eigentlich immer davon aus, dass wenn sie sich in solch einer Situation wieder fanden, das Betteln um Gnade oder das Appellieren an die Menschlichkeit irgendeinen Sinn hatte? Ließ sich davon wirklich jemand beeindrucken oder gar weich kochen? Gnade und Mitgefühl war leider gerade aus und kam auch nicht wieder rein. Einfach nicht die Saison und außerdem machte er das hier ja auch nicht für sich oder sein eigenes Vergnügen. Gut, vielleicht ein bisschen. Aber hauptsächlich ging es eigentlich um Grim und darum, dass der Kleine noch ne Rechnung mit diesem Stück Scheiße offen hatte.
Bei seinem Job im Knast fühlte der sich sicher wie der ganz große Macker. War ja auch nicht schwer, wenn man dort der Mann mit den Schlüsseln und dem Arm am wesentlich längeren Hebel war. Da konnte man dann durchaus mal das Großmaul raushängen lassen. Davon war aber in diesem Moment nicht wirklich viel zu sehen. Hatte die kleine Ratte sich etwa schon eingepisst? Dabei hatten sie doch noch gar nicht angefangen, aber vielleicht hatte er ja auch eine ungefähre Ahnung, was ihm nun und in den kommenden Stunden blühen würde. Wenn man es also aus diesem Blickwinkel betrachtete, dann war es schon fast wieder angebracht. Und dennoch enttäuschend. Aber auch nicht wirklich was neues.
Eigentlich hatte Alexis sich aus derlei Dingen ja raus halten wollen. Low Profile und so. Ein neues Leben anfangen. Unterhalb des Radars bleiben und überleben. Nein sagen hatte er aber auch nicht können, auch wenn er den kleinen Bastard erst seit ein paar Wochen kannte und absolut keine Ahnung hatte, inwieweit er ihm wirklich trauen konnte. Aber aus irgendeinem Grund war er gewillt, dieses Risiko einzugehen. Warum? Ja, das war wohl die alles entscheidende Frage. Vielleicht weil er etwas von sich in dem Jüngeren wiedererkannte oder weil er auf seine alten Tage doch noch so etwas wie ein Helfersyndrom entwickelte… Ha! Ja na klar. Warum also auch immer, hier stand er nun und würde wieder einmal tun, worin er am Besten war: einem anderen Menschen weh tun und Grim dabei gleich noch ein bisschen was beibringen.
Warum der Junge ausgerechnet lernen wollte, wie man auf überaus effektive Weise anderen Menschen Schmerzen zufügen konnte, wollte ihm zwar nicht ganz in den Kopf, was irgendwie ein Widerspruch in sich war, war es doch für ihn persönlich mehr als befriedigend. Vielleicht war es einfach der Umstand, dass er wusste, dass man mit jedem neuen Opfer auch ein Stück von sich selbst und seiner Menschlichkeit verlor? Nicht, dass ihn das nun unbedingt in all den Jahren aufgehalten hätte. Und doch kam er in diesen Tagen, die er nun in seinem unfreiwilligen Exil verbrachte, nicht umhin manche seiner Lebensentscheidungen doch leise in Zweifel zu ziehen. Aber würde er wirklich irgendwas ändern, wenn er könnte? Eher unwahrscheinlich.
Sein Blick wanderte nun von dem mehr als erbärmlichen Lt. Jettson Miller hin zu Grim, der scheinbar noch nicht so ganz wusste, was er nun tun sollte. Jemanden umzubringen und jemanden zu foltern waren auch zwei verschiedene Paar Schuhe. Beides konnte man bis zu einer Kunstform ausbauen, wenn man mit der nötigen Leidenschaft an die Sache ranging und bereit war, sich immer wieder und bei jedem neuen Opfer zu verbessern. Alexis selbst hatte über die Jahre den Überblick über die Zahl seiner Opfer verloren. Doch bewegten sie sich mit Sicherheit im dreistelligen Bereich. Doch das letzte Mal, dass er nicht einfach nur den Abzug eines Gewehres betätigen musste, sondern sich regelrecht austoben konnte, was er durchaus genoss, zelebriert und liebte, war auch für ihn schon ein Weilchen her.
„Also…“ Sprach er nun Grim an, während er sich noch einmal vergewisserte, dass die aufgestellte Videokamera alles im Fokus hatte und auch wirklich aufzeichnete. „Womit willst du anfangen?“ Alexis vertrat die Lernmethode Learning by doing, auch wenn er seinem Schüler mit Rat zur Seite stand, so kam der richtige Genuss doch erst beim Tun, warum ihm das also vorenthalten?
Zur Auswahl stand alles, womit man einem Menschen richtig schöne Schmerzen zufügen und lautstarke Schmerzensschreie entlocken konnte: Messer – in den verschiedensten Formen und Größen, Zangen, Nägel, Hämmer, Skalpelle, Schlagringe, sowie die von Grim gewünschten Besenstiele. Diese Auswahl an hübschen Werkzeugen hatte der Amerikaner erst einmal neu zusammentragen müssen, denn seine eigenen Werkzeuge lagen noch in seiner Wohnung, in die er vor seiner Abreise nicht mehr hatte zurückkehren können, in den Staaten. Aber für so eine erste Lektion würde es diese Auswahl durchaus tun und wenn der Junge wirklich Gefallen an dieser Art des Umgangs mit seinen Opfern hatte, dann würde er sich über die Zeit schon sein ganz eigenes Arsenal zusammentragen. Immerhin entwickelte man über die Zeit auch gewisse Vorlieben.
„Was soll es sein?“ Ein gewisses Zögern war am Anfang sicherlich normal. Es war eine Grenze, die man erst einmal überschreiten musste und wenn man das erst einmal getan hatte, gab es in den meisten Fällen kein Zurück mehr. Es wollte also wohl überlegt sein. Angst um irgendwelche Störungen mussten sie sich keine machen. Die Location war überlegt ausgesucht und so hatte Alexis vor einigen Tagen dieses verlassene Gebäude am Stadtrand gefunden. Es war doch mehr als hinderlich, wenn man derlei Aktivitäten in seiner normalen Nachbarschaft durchziehen wollte. In regelmäßigen Abständen durch die Nacht hallende Schmerzensschreie riefen leider Gottes immer die Nachbarn oder die Bullen auf den Plan. Es zählte also die Lage, die Lage, die Lage.
Er trat nun langsam wieder hinter der Kamera hervor und stellte sich neben Grim. „Sie ihn dir an.“ Das leise Wimmern und Schluchzen, immer mal wieder von leisen Bitten unterbrochen, von Miller klang für den Älteren mittlerweile nur noch wie ein Einheitsbrei. „Hier hast du ihn. Auf dem Präsentierteller und du kannst mit ihm machen, was du willst. Das ist deine Chance. Zahl es ihm heim.“ Die letzten Worte raunte er dem Jüngeren ins Ohr. Alexis wüsste ganz genau, wie er anfangen, wie er vorgehen würde. Aber er hatte auch Übung darin und sowas schon oft genug gemacht. Heute würde er ein neues Monster schaffen.

@Grim Sheeran - nicht mein bester Post, aber der Nächste wird sicher besser und ich hoffe, du kannst trotzdem was damit anfangen. xD


             

Grim Sheeran is as happy as a hippo
Grim Sheeran braucht jetzt erstmal 'ne Tasse Tee!
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#2

RE: [_ There will be blood... ^LMV^ * Grim & Alexis * 10th of July - Nighttime * closed

in Outer London 14.07.2019 08:33
von Grim Sheeran | 50 Beiträge

Ein wenig komisch war Grim die ganze Sache schon, doch er wollte es, nein, er brauchte es… er brauchte es dringend. Nie hätte er sich je träumen lassen, dass ein Mensch allein, ihn so heimsuchen konnte, obwohl dieser nicht mal in seiner Nähe war. Nie hätte er gedacht, dass ein Mensch seine Träume und sein Leben so bestimmen konnte, wie es dieser Mensch tat. Keiner sollte ihn jemals brechen, das hatte sich der junge Grim geschworen und dennoch hatte er sich in sein Leben gestohlen und es übernommen und dafür musste er büßen, früher oder später. Dass es früher sein sollte, als gedacht, war optimal, auch wenn er nicht wirklich dafür vorbereitet war.

Es war einfach Schicksal gewesen, dass er Alexis getroffen hatte und dass dieser ihm bei seinem Unterfangen „Rache“ helfen wollte. Er wollte Grim beibringen, wie er es richtig machte und Grim war bereit, diese Schwelle der Menschlichkeit zu überschreiten. Er brauchte dazu sicher nicht die Erlaubnis von seinem Vater oder seinen Brüder, vor allem, da die eh nicht wussten, was dieser eklige Kerl ihm angetan hatte.
Wie Alexis den Kerl überhaupt gefunden und hier her verschleppt hatte, entzog sich seiner Erkenntnis, doch das war auch egal. Er war hier und Grim war hier und sein neuer Mentor war hier – es konnte und musste also losgehen. Still stand Grim noch in einer Ecke und sah mit Ekel und Hass den Mann an, der ihn jahrelang im Knast terrorisiert hatte, ihn vergewaltigt hatte, ihn vorgeführt und gebrochen hatte. Er konnte den Anblick von Lt. Jettson Miller nicht ertragen. Schneller wäre es gewesen, dem Kerl eine Kugel in Kopf zu jagen, doch das war eben zu schnell. Ja, Grim hatte schon ein paar Leben genommen, auch wenn es nicht mal eine Hand voll war, doch das hier, war eine andere Liga und er wusste nicht, ob er in dieser Liga überhaupt spielen konnte.

Grim trat aus dem Schatten und stellte sich vor den gefesselten Mann und sein Hass war allgegenwärtig… in seinem Gesicht und seinem Auftreten. Er konnte die Nervosität gut überspielen. Die Augen des Wärters und seine trafen sich und man konnte erkennen, dass Miller nun wusste, dass er hier nicht mehr rauskommen würde. Er wusste genau, was er dem Jungen angetan hatte.
Grim sah zu Alexis, der an einer Kamera herumspielte. Warum eine Kamera? War ja auch egal, er würde den Älteren nicht hinterfragen. Dann wandte sich sein Blick den Instrumenten zu, welche zur Wahl standen. Unschlüssig war er, da er so was noch nie gemacht hatte. Sollte er schnell und erbarmungslos anfangen oder doch langsam? Sein Bauchgefühl sagte ihm Letzteres

Grim atmete durch, als Alexis zu ihm kam. Er hörte dessen Worte und er nickte. Auch wenn er null Ahnung hatte, nahm er sich das Skalpell und ging zu Miller und kniete sich vor ihm. Der kühle Stahl blitzte in seiner Hand, als er das medizinische Messer drehte. „Hast du gedacht, du kommst damit durch, Boss?“, er sah ihm direkt in die Augen, als er ihn mit der gängigen Form ansprach, die im Knast Gang und Gäbe war. Seine Stimme war leise, aber stark. „Hast du gedacht, ich vergesse es? Die zahllosen Vergewaltigungen und Schläge? Oh nein Boss… da hast du dich wohl getäuscht. Keiner wird mich je brechen und auch du hast kein Recht dazu… ich nehme mein Leben wieder zurück von dir und im gleichen Atemzug nehme ich deines…!“, nach jedem Satz schnitt er mit dem Skalpell in dessen Arm. Nur ein kurzer aber schmerzhafter Schnitt. Die Aufschreie spornten ihn ein wenig an, das konnte er nicht verleugnen. Er erhob sich und drehte sich zu Alexis um. Man konnte nun sehen, dass er Blut geleckt hatte, im wahrsten Sinne des Wortes. „Zeig mir, wie ich ihn leiden lasse…“

@Alexis Steel



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#3

RE: [_ There will be blood... ^LMV^ * Grim & Alexis * 10th of July - Nighttime * closed

in Outer London 16.07.2019 11:59
von Alexis Steel | 43 Beiträge

Es war gerade zu ein Kinderspiel Menschen zu finden, wenn man die richtigen Leute kannte oder die besagten dafür notwendigen Tricks selbst auf Lager hatte. Da Alexis, was die komplizierte Nutzung von Technik anging - er war ja froh, dass er mittlerweile mit seinem Smartphone einigermaßen klar kam - so gar nicht versiert war, hatte er dafür seinen Mann. Gut, er hatte sich vor Jay rechtfertigen müssen, warum um alles in der Welt er eine so wahhllose Auskunft über diesen Mr Miller nun so dringend brauchte. Der leichte Vorwurf in der Stimme, dass das nun nicht unbedingt zum 'sich unauffällig verhalten und unter dem Radar bleiben' zählte - was ja der Auslöser für diese ganze Unternehmung gewesen war - , dass war dem Dunkelhaarigen auch klar. Da Jay aber nicht seine Mutter war und Alexis grundsätzlich das tat, was er wollte und sehr überzeugend sein konnte, hatte er die Adresse des kleinen Wärterleins innerhalb einer halben Stunde auf seinem Smartphone gehabt. Der Rest war dann leicht gewesen.
Unauffälligen Lieferwagen mieten. Check. Einen Besuch im Baumarkt. Check. Über unauffällige Wege an Chloroform kommen. Check. Location aussuchen. Check. Sich vor dem Haus des Opfers in Stellung bringen und auf einen geeigneten Zeitpunkt warten. Check.
Und nun waren sie hier. Gute Vorbereitung war das A und O bei dem Gelingen eines solchen Unterfangens. Aus diesem hatte er Grim nun erst einmal noch herausgehalten. Er wusste, dass die Sache hier für den Jungen persönlich war. Und alles was persönlich war, war mit Emotionen verbunden. Emotionen machten einen unvorsichtig und dumm und genau das brachte einen um - oder in den Knast. Auf beides war der Amerikaner nicht sonderlich scharf.
Die genauen Umstände für diese Rache kannte er auch nicht bis ins Detail und wollte er auch gar nicht. Er war keine Kummerkastentante, der man sein Herz ausschüttete. Er hatte aber den Schmerz in Grims Augen erkannt, als dieser von Lt. Miller berichtete. Diesen Blick kannte Alexis und aus diesem Grund hatte er sich auf diese ganze Unternehmung auch erst eingelassen. Er konnte dem Jüngeren natürlich nicht versprechen, dass die Dämonen hinterher nie wieder kommen würden, das war sogar eher unwahrscheinlich. Aber dennoch war es eine mehr als befriedigende Genugtuung, wenn man wusste, dass der eigene Peiniger seine gerechte Strafe bekommen hatte. In diesen Fällen wurde man zum Ankläger, Richter, Geschworenem und Henker in einer Person. Ja klar, Selbstjustiz war verpönt, aber würde Lt. Miller sonst das bekommen, was er verdiente? Fuck nein! Und Menschen wie Alexis und Grim nannte man den kriminellen Abschaum. Was für ein Witz.
Die Videokamera war so ein Tick des Älteren. Schon zu seinen besten Zeiten bei Markham hatte er solche Sessions aufgezeichnet, um sie sich im Fall des Falles immer wieder anschauen zu können. Andere Menschen sahen sich Horrorfilme mit falschem Blut und manchmal mehr als albernen Effekten an - er drehte seine Eigenen. Dass seine Kollektion in seiner Wohnung in den USA unter einer losen Diele vor sich hin schlummerten und wahrscheinlich schon lange entdeckt worden sein und ihm somit das Genick brechen könnten, wenn sie in die falschen Hände geraten waren, das war ihm klar und sollte ihm wohl Kopfzerbrechen oder schlaflose Nächte bescheren. Dieser Gedanke musste sich aber hinten anstellen. Da gab es ganz andere Dämonen.

Mit gespannter Neugier beobachtete er nun Grim, wie er seine ersten Schritte tat. Das Skalpell war eine gute Wahl. Für tiefe, präzise Schnitte mehr als geeignet. Mit vor der Brust verschränkten Armen hielt er sich nun also im Schatten und überließ dem Jüngeren die Bühne. Und nun erfuhr er auch den Grund, für diese kleine Operation hier. Das Schweinchen würde bluten. Oh und es würde leiden. Das stand nun vollkommen außer Frage. Es gab schon kranke Wichser, die sich in ihrem normalen Leben als so gesetzestreue Bürger mit Familie tarnten und sich in ihrem Job auslebten. Widerlich. Dass man da das Gesetz in die eigenen Hände nahm, durfte doch nun eigentlich nicht wirklich verwundern. Der Tod dieses kleinen Wärterleins würde trotzdem sicherlich für einen Aufschrei in der Bevölkerung sorgen. 'Wie konnte man einem so netten Mann nur etwas so grausames antun?' Würden sich sowohl die Medien als auch die besorgten und kleinkarierten Bürger fragen. Wenn sie nur die Wahrheit über dieses kranke Schwein wüssten. Er verdiente, was er bekommen würde. Karma war halt eben doch 'ne rachsüchtige Bitch und trug in dieser Nacht zwei Gesichter.
Grim tat seine ersten Schnitte. Nicht wirklich tief und auch noch eher ein wenig zögernd. Für die ersten blutigen Wunden reichte es jedoch schon einmal. Das erste Mal war immer mehr eine Art Experiment. Man wusste nicht wirklich, was man da tat und wie man es überhaupt tun sollte. Man lernte mit jedem neuen Opfer dazu. Verfeinerte seine Technik, bis man nicht einmal mehr darüber nachdenken musste. Und darum ging es ja heute Nacht auch. Grim wollte lernen und Alexis würde ihm alles zeigen, was er wissen musste und wollte.
Die ersten Schreie hallten durch das leere Gebäude und waren der Auftakt zu einer Sinfonie, die sich im Laufe der Nacht noch steigern würden. Da war eindeutig noch Luft nach oben, als der Jüngere nun vor ihm stand und um Anleitung bat. Grims Bitte ließ ein leichtes Lächeln auf seinen Lippen erscheinen. Eines der Art, dass normalen Menschen wohl einen Schauer über den Rücken laufen lassen würde. Eine kleine Demonstration und somit auch ein bisschen eigener Spaß konnte ja nicht schaden. "Mit dem allergrößten Vergnügen."
Und so trat er an Grim vorbei, hin zu dem Tisch auf dem alle Werkzeuge der Reihe nach aufgereiht lagen und nur darauf warteten, zum Einsatz zu kommen. Das Wimmern und Flehen von Miller riß unterdessen nicht ab. Dass sie das hier nicht tun müssten, er hätte Geld, würde sie bezahlen, wenn sie ihn laufen ließen und er würde keinem davon erzählen.
"Glaubst du wirklich..." Sprach er den Gefesselten nun direkt an, während sein Blick über die diversen Klingen glitt und seine Fingerspitzen über eben jenen schwebte, um das Richtige auszuwählen. "...das wir dich laufen lassen?" Ein kurzer Schulterblick hin zu Miller, ehe er ihn wieder abwandte. "Tz tz tz. Alles betteln, flehen und drohen wird dich nicht retten." Schließlich nahm er einen Hammer in die Hand und drehte ihn vor seinem Gesicht hin und her, als betrachtete er ein kompliziertes Stück Kunst. "Du weißt, wie das hier enden wird." Nun drehte er sich zu Miller um. "Wie das hier enden muss."
Den Hammer locker in der Hand haltend, schritt er nun auf den gefesselten Wärter zu, der ganz automatisch anfing sich zu winden und versuchte, sich zu befreien. Seinem drohenden Schicksal zu entkommen. Aber es war nutzlos. Die verwendeten Kabelbinder schnitten nur noch tiefer in das sowieso schon blutige Fleisch rund um seine Handgelenke. Wie ein verletztes, wehrloses Tier schien auch Miller instinktiv zu spüren, dass von dem Älteren in diesem Moment eine weitaus größere Gefahr ausging, denn er wusste, was er tat. Hatte es schon oft genug getan und kannte keinerlei Skrupel. Grim war noch Anfänger, vielleicht auch ein wenig zögernd und unsicher, ob er das hier wirklich wollte oder konnte. Er brauchte noch einen kleinen Schubs in die Dunkelheit.
Alexis blieb vor Miller stehen, lehnte sich leicht zu ihm herunter und legte seine freie linke Hand an dessen linke Schulter. "Du stehst also darauf, wehrlose Jungs zu foltern? Sie vor dir in die Knie zu zwingen?" Und bei seinen letzten Worten setzte er den Hammer leicht an Millers rechtem Knie an, ließ ihn dort ruhig verweilen. "Stehst du darauf, wenn sie weinen? Wimmern und schreien?" Miller kniff die Augen zu und schüttelte mit dem Kopf, als könnte er dem Kommenden so entfliehen, es verhindern. "ANTWORTE MIR!" Erhob Alexis nun seine Stimme, die selbst in diesem Moment ruhig und kalt klang. Miller riss die Augen auf und starrte in die kalten, blauen Augen vor ihm. »Ja. Ja. Bitte. Ich mach doch nur meinen Job.« Uuuhhh... Ganz falsche Antwort. Und so folgte ein bitteres Auflachen auf Millers Worte. "Deinen Job? Ist es dein Job dich an Gefangenen zu vergehen? Sie zu quälen?" Zeit zum Antworten ließ Alexis ihm nicht. "Nein! Das ist es nicht. Und heute Nacht, wirst du dafür bezahlen. Du zwingst sie also gern auf die Knie, ja?" Bei diesen Worten strich er mit dem Hammer langsam über Millers Kniescheibe. Eine kurze Pause trat ein, ehe sich ein breites Grinsen auf die Lippen des Amerikaners legte. Er holte aus und wortlos ließ er den Hammer mit voller Wucht gegen Millers Kniescheibe donnern.
Ein tiefer Schmerzensschrei hallte durch den Raum, ehe er der zweite Schlag folgte. Je lauter Miller schrie, desto härter schlug er zu. Nach gut 20 Sekunden ließ er von seinem Opfer ab. Die Kniescheibe dürfte damit hin sein. "Nicht mehr so angenehm, hm?" Richtete er seine Worte an Miller, der für den Moment den Kopf hängen ließ und mit den Tränen kämpfte. Währenddessen drehte Alexis sich zu Grim um und hielt ihm den Hammer entgegen. "Er hat zwei Knie." Es war eine Aufforderung.


@Grim Sheeran


             

Grim Sheeran holt sich erstmal Popcorn
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#4

RE: [_ There will be blood... ^LMV^ * Grim & Alexis * 10th of July - Nighttime * closed

in Outer London 17.07.2019 15:11
von Grim Sheeran | 50 Beiträge

Hass war mittlerweile kein Wort mehr, was Grim benutzen wollte, um seine Gefühle zu dem Wärter zum Ausdruck zu bringen. Hass vermittelte nicht im Geringsten, was er spürte und was er von dem Mann hielt. Nein, er war nicht mal ein Mann in seinen Augen. Er war ein Monster, welches sich hinter der Fassade versteckte, die er sein perfektes Leben nannte. Er hatte Familie, Frau und Kinder und einen guten Job. Doch und das wusste Grim… war er ein krankes Monster. Er wusste, dass er nicht der Einzige gewesen war, dem so was angetan wurde. Doch die „Opfer“ schwiegen. Wer würde einem Insassen schon glauben? Und keiner war so doof und würde Anschuldigungen tätigen, und sich dann noch mehr der Wut der Aufseher unterstellen. Im Knast hatte man mit diesen Dingen keine Chance. Also hielt man die Klappe, oder man wehrte sich, was jedoch nichts brachte. Also Klappe halten und die Tortur durchstehen und hoffen und beten, dass man daran nicht zu Grunde ging. Nachts konnte man immer noch leise weinen.
Grim hatte noch eine Hilfe in der Zeit gehabt – Kaito, seinen Zellengenossen und heimlichen Liebhaber. Er war nachts für ihn da gewesen und dadurch und nur dadurch hatte er es überstanden.

Grims Gedanken gingen just in dem Moment zu Kaito zurück. Was würde er nun über ihn denken? Nein, das hatte hier nichts zu suchen. Er schüttelte den Kopf und sah zu, was Alexis nun tat. Er versuchte ihn zu beobachten, seine Art und Weise zu analysieren und vor allem seine Stärke anzunehmen. Ihm tat Miller nicht leid. Er hatte von ihm auch kein Mitleid bekommen, als er in seiner eigenen Scheiße gelegen hatte. Nein, dieser Mann hatte kein Mitleid verdient. Auch das Blut und die Schreie gingen an ihm, zumindest äußerlich, am Arsch vorbei. Doch ein Zucken konnte er sich nicht verkneifen, als Alexis laut wurde. “ Ich mach doch nur meinen Job.“
Grim konnte nur mit dem Kopf schütteln. Bei dieser Aussage wäre er am Liebsten auf ihn los gegangen. Er ballte seine Hände zu Fäusten und ging einen Schritt vor, doch er hielt sich dann selber im Zaum und trat zurück.
Dann kamen die Schreie und Grim grinste sich einen zurecht. Noch mehr…er verdiente noch mehr, als eine kaputte Kniescheibe. Sein Grinsen wurde immer breiter und breiter. Genau das hast du Bastard verdient.

Doch das Grinsen verging, als Alexis ihm den Hammer reichte. War er wirklich zu so was fähig? Man würde es nun sehen. Grim schluckte und nahm zögerlich den Hammer. Er nickte. Er wusste, dass er nun die andere Seite machen sollte. Langsam ging er auf Miller zu.
“Sheeran…bitte…es … es tut mir leid… tu es nicht. Bitte, ich flehe dich an… ich habe Frau und Kinder!“, Grim sah ihn an. „Für deine Kinder tut es mir leid, Miller, aber …“, er sah zu Alexis. Miller hatte es geschafft, dass Grim zögerte. Kein Kind sollte ohne Vater aufwachsen, oder? Vielleicht war Miller ja ein guter Vater, im Gegensatz zu Grims?
Miller musste das gesehen haben. “Ich…ich habe zwei Kinder…zwei Töchter, Sheeran… Emily und Shana… sie sind…“
„SCHNAUZE!“, Grim wollte das nicht hören. Wer dachte, dass das einfach war, der täuschte sich… es war nun härter, als zuvor. „Ich kann das nicht…!“, murmelte er leise. Es war ein Fehler. Er tat immer so, als wäre er ein harter Kerl, doch das war er nicht. Mit einem Rumpeln fiel der Hammer aus seiner Hand zu Boden.

@Alexis Steel



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#5

RE: [_ There will be blood... ^LMV^ * Grim & Alexis * 10th of July - Nighttime * closed

in Outer London 17.07.2019 19:52
von Alexis Steel | 43 Beiträge

Mitleid hatte der großgewachsene Amerikaner noch nie gekannt und vor ihm hatten schon so manche Menschen gesessen und versucht, an seine menschliche Seite zu appelieren. Dass sie Familie hatten. Dass sie nicht sterben wollten, es nicht verdienten. Blah blah blah! Doch derlei Worte prallten an ihm ab, wie Wasser an Blättern. Hier ging es nicht um Gefühle. Hier ging es einfach nur darum, einen Job zu erledigen. Egal aus welchem Grund. Sei es persönliche Rache oder die mehr als fürstliche Bezahlung, die er in seinem hinter sich gelassenen Leben für diese Dienste kassiert hatte.
Man könnte wohl auch sagen, dass er da eine ganz besondere Fähigkeit besaß. Die Normalbevölkerung würde ihn wohl für ein Monster halten und vielleicht war er das auch. Aber damit konnte er ganz gut leben. Das redete er sich zumindest in letzter Zeit immer wieder ein.
Er hatte seinen Job - wenn man es denn so betiteln wollte - immer geliebt und er war verdammt gut darin. Nicht, dass er jemals wirklich etwas anderes getan hätte oder gar die Möglichkeit sah, dieser Finsternis - die sich über die vergangenen Jahre in ihm festgesetzt hatte - zu entkommen. Und auch wenn es in der letzten Zeit immer wieder Momente gab, in denen er alles in Frage stellte, in denen er davon überzeugt war, dass er sein Leben ändern müsste, lichteten sich diese Überlegungen wie Nebel, wenn er eben wieder das tat, was er tat.
In diesen Momenten war er ein ganz anderer Mensch. Professionell. Kalt. Grausam. Seit er acht Jahre alt gewesen war, war in ihm ein unbändiger Hass heran gewachsen und hatte sich das erste Mal so richtig kanalisiert, als er an Grims Stelle gestanden hatte. Sein erstes Opfer vergaß man wohl nie.

Er hatte gerade erst angefangen für Markham zu arbeiten und musste sich immer noch beweisen. Eine große Fresse hatte er ja schon immer gehabt, aber diese Leuten hatten auch Taten sehen wollen. 'Sich an die Organisation binden' hatten sie es damals genannt. Und so hatte ihn Mack eines Abends zu einer verlassenen Lagerhalle mitgenommen. Dort hatten sie einen Verräter kopfüber von der Decke baumeln lassen, dessen Schreie sie bereits hören konnten, als sie aus dem Auto ausgestiegen waren. Auf Alexis Nachfrage, was der Scheiss sollte, hatte Mack nur gegrinst und gemeint, dass er das schon noch früh genug herausfinden würde. Und wie recht er damit hatte.
Als er gemeinsam mit Mack den großzügig ausgebauten Raum betreten hatten, war Joe - einer von Markhams damaligen besten Schlägern und quasi Alexis' Vorgänger - ausgiebig damit beschäftigt kleine Scheiben von 'wie auch immer hieß' abzuschneiden. Vollkommen fasziniert von all dem Blut, der Gewalt und überhaupt dieser ganzen fast schon unwirklich wirkenden Szenerie war Alexis stehen geblieben und hatte Joe bei der Arbeit zugesehen. Wie er Schnitt für Schnitt präzise ansetzte und Töne aus der kleinen Ratte herauskitzelte, die der Dunkelhaarige noch nie in seinem Leben gehört hatte. Und in diesem Moment war ihm klar; das wollte er auch.
So hatte er auch nicht gezögert, als nur wenig später Joe vor ihm stand und ihm wortlos grinsend das Messer in die Hand drückte. Ein angenehmes Prickeln, ausgelöst von der Vorfreude, war in diesem Moment durch seinen Körper gezuckt, als er mit langsamen Schritten auf das baumelnde, wimmernde Etwas zuschritt und schließlich seinen ersten Schnitt tat.
Stunden später war er vollkommen mit fremden Blut besudelt und gerade zu berauscht. Der leblose Körper vor ihm gab nicht mehr einen Mucks von sich, was er als fast schon enttäuschend empfand. Doch er hatte seine Feuerprobe bestanden und Gefallen daran gefunden.
Diese Nacht hatte ihm seinen Weg geebnet und eine Bestie erschaffen, deren Grausamkeit grenzenlos war.


Er hatte lange nicht mehr an diesen Abend gedacht, doch in diesem Moment, in dem er Grim erwartungsvoll den Hammer entgegenhielt, zogen die Bilder ganz automatisch an seinem inneren Auge vorbei. Doch anders als er selbst, sah er bei Grim nicht diesen Funken. Der Jüngere zögerte sogar kurz, schien sich dann aber doch einen Ruck zu geben. Immerhin hatte er das hier doch gewollt. Oder? Es würde sich nun also zeigen, aus welchem Holz der Junge geschnitzt war. Etwas zu wollen und es dann auch wirklich durchzuziehen waren dann ja doch immer zwei verschiedene Paar Schuhe.
Als Grim schließlich den Hammer nahm, trat er selbst ein paar Schritte zur Seite und war gespannt auf die nun nachfolgenden Minuten. Dass Miller es natürlich nicht lassen konnte, um sein Leben zu betteln, war ja mehr als logisch. Dass Grim sich jedoch von diesen Worten einlullen ließ, kam nun doch ein wenig überraschend. Er konnte geradezu sehen, wie die Motivation, diesem Stück Scheisse das zu geben, was er mehr als verdiente, verpuffte. Nein, nein, nein! Das lief hier ganz falsch.
Als Grim zu ihm sah, schüttelte Alexis nur leicht mit dem Kopf, um ihm zu signalisieren, dass er sich nicht davon abbringen lassen sollte. Drecksäcke wie Miller würden alles sagen, um ihren Arsch zu retten. Das war schon immer so. Er hatte immerhin auch eine Familie gehabt, als er sich an Grim vergangen hatte oder etwa nicht? Hatte ihn das da abgehalten? Wie konnte dieser Haufen Scheisse seiner Frau und seinen Kindern überhaupt in die Augen sehen, nachdem was er da im Gefängnis scheinbar regelmäßig abzog? Er verdiente es nicht, verschont zu werden. Was er aber verdiente, waren unsagbare Schmerzen und ein langsamer, qualvoller Tod.
Und dann ließ Grim den Hammer fallen. "Willst du mich verarschen Kid?!" Kam die ungestüme und einzig logische Reaktion. "Du lässt dich von diesem Scheiß einlullen? Von seiner ach so perfekten Familie? Dein fucking Ernst?!" Alexis tat einen kleinen Schritt in Richtung Grim und zeigte auf Miller. "Hat ihn seine Familie davon abgehalten, dir das anzutun? Es auch anderen anzutun? Nein. Und er wird es wieder tun. Hab ich nicht Recht, Arschloch?" Wandte er sich nun an Miller. "Wenn du glaubst, dass dich das rettet, dann hast du dich getäuscht." Zischte er dem Wärter zu, ehe er sich wieder an Grim wandte. "Und? wie soll der Scheiß hier nun ablaufen? Hm? Willst du ihn laufen lassen? Er hat dich gesehen. Er hat mich gesehen. Willst du wieder in den Knast? Also ich nicht!"
»Ich werde Niemandem hiervon erzählen. Ich schwöre es...« Und da hatte sich Miller schon wieder die Faust des Älteren gefangen. "Das glaubst du doch wohl selber nicht. Grim. Entscheide dich. Entweder du bringst es zu Ende oder ich mache es." Es gab keinen anderen Ausweg. Oberste Regel; Lass keine Zeugen zurück, denn die beißen dir früher oder später in den Arsch.


@Grim Sheeran


             

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#6

RE: [_ There will be blood... ^LMV^ * Grim & Alexis * 10th of July - Nighttime * closed

in Outer London 18.07.2019 11:32
von Grim Sheeran | 50 Beiträge

Es lief wirklich mehr als falsch. Wieso konnte Grim sein Mitleid nicht ausschalten? Er selber hatte nie welches bekommen und nun war er es, der Mitleid mit der Familie dieses Idioten hatte? Ging es noch verquerer oder doch nicht? Er hörte Alexis, der natürlich aufgebracht war. Grim wusste selber, dass es nicht das war, was er brauchte. Aber für einen schwachen Moment hatte er eben an die Familie von Miller gedacht. Er bückte sich und nahm den Hammer wieder auf. Er drehte sich zu Alexis. „Gib mir ne Minute...!“, zischte er und schloss kurz die Augen. Er musste sich ins Gedächtnis rufen, weshalb er das machen wollte. Er braucht fünf Sekunden ruhe...nur fünf fucking Sekunden. War das zu viel verlangt? Nein, war es nicht, also nahm er sich diese Sekunden. Er schaltete alles um sich herum aus – Miller und Alexis. Doch ganz konnte er es nicht ausschalten, da Miller nun, nachdem er nochmals Alexis' Faust zu spüren bekam, zeigte, wie er wirklich war.
“War ja klar, dass du kleiner Scheißer es nicht hinbekommst. Bist ja nur ein Baby, was sich hinter seinem Daddy und seinem Zuhälter versteckt. Wie geht es deinem Stecher eigentlich, Sheeran?“

Okay, das war nun zu viel des Guten. Seinen Vater mit reinzuziehen und Kaito... Grim blickte auf und sah Alexis an. Dieser konnte nun sehen, dass Grim wieder den selben Ausdruck in den Augen hatte, wie damals, als sie sich über das hier unterhalten hatten. Sein Griff um den Hammer verstärkte sich so sehr, dass seine Knöchel weiß wurden.
Er drehte sich zu dem gefesselten Wärter um und ging auf ihn zu. Ein heimtückisches Lächeln legte sich auf seine Lippen, als er sich zu Miller beugte. „Du hast Recht.. ich bin nur ein kleiner Scheißer... ich korrigiere mich, ich war ein kleiner Scheißer. Aber dank dir... bin ich es nicht mehr!“, während er so sprach, hatte er den Hammer auf das linke Knie gelegt... und mit dem letzten Wort, was er gesprochen hatte, holte er weit aus und ließ das Werkzeug auf das Knie sausen. Der Schrei weckte in ihm etwas. Er lachte laut und manisch auf. „Ohhhh Miller, weinst du etwa?“, und da folgte auch schon der zweite und dritte Schlag.

„Auja macht das Spaß... hast du Spaß Miller?“, er lachte und ließ von ihm ab. „Oh hey hey hey...nicht wegknicken, Boss...“, er sah dass sein Opfer zu kämpfen hatte, um nicht das Bewusstsein zu verlieren. Grim tätschelte sein Gesicht... „Hey...lass den Kopf nicht hängen. Ich versprech dir was, Miller. Wenn du bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt in nem Sarg liegst, werde ich mich rührend um deine Tochter kümmern, auch wenn ich nicht auf Fotzen stehe...aber für dich mach ich ne Ausnahme!“, damit schrie Miller noch lauter, doch Grim drehte sich von ihm weg und ging zu Alexis und gab ihm den Hammer wieder.
„Sorry, für den schwachen Moment, kommt nie wieder vor. Aber nun würde ich gerne Blut sehen, und am besten seines.“

Damit sah er zu dem Tisch mit den Werkzeugen. Er wusste nich im Ansatz, was man damit anstellen konnte. Aber er war nun Feuer und Flamme... „Wie läuft es nun ab... sind es Intervalle, die man verfolgt oder alles auf einen Schlag?“, er sah zu Alexis, und wollte wissen, wie es am Besten war. Sollte man Miller nun erst mal zur Ruhe kommen lassen oder gleich weiter machen? Aber Grim konnte sich vorstellen, dass er dann von alledem nicht viel mitbekommen würde, weil er vor Schmerz und Erschöpfung ohnmächtig werden würde.

@Alexis Steel



Alexis Steel holt sich erstmal Popcorn
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#7

RE: [_ There will be blood... ^LMV^ * Grim & Alexis * 10th of July - Nighttime * closed

in Outer London 22.07.2019 13:13
von Alexis Steel | 43 Beiträge

Für einen Moment bereute er, sich auf diese ganze Unternehmung eingelassen zu haben. Dass er Grim hatte zeigen wollen, was man mit ein paar Messern und anderen Utensilien alles anstellen konnte. Wie um alles in der Welt hatte er auch nur im Ansatz denken können, dass der Kleine das Zeug dazu hatte, wenn er sich von derlei vorgespielten Worten so schnell aus der Fassung bringen ließ? Nein. Für Mitleid war hier kein Platz. Das hatte zu Hause zu bleiben. Und ganz allgemein war Mitleid sowieso ein vollkommen überbewertetes Gefühl, denn wer hatte schon Mitleid mit ihnen? Gut, man könnte sich wohl darüber streiten, ob sie es auch wirklich verdienten, aber das war jetzt nicht der springende Punkt. Es war eine so gottverdammte Enttäuschung! Doch dann bückte sich Grim wieder nach dem Hammer. Was war denn jetzt los? Ja, nein. Ich kann das nicht, ich will das. Konnte der Junge sich mal entscheiden? Okay, vielleicht war es auch nicht ganz fair automatisch davon auszugehen, dass jeder so ein kaltblütiges Monster war, wie er selbst und das einfach mal eben so durchzog, einen anderen Menschen bis zum Tod zu foltern. Aber derlei Rücksicht konnte der Ältere gerade wirklich nicht aufbringen, immerhin war das hier alles ganz allein Grims Idee gewesen, also hätte er sich vorher überlegen sollen, ob er auch die Eier dazu hatte.
Als Grim nun also um ein wenig Zeit bat, nickte Alexis lediglich. Wenn es hilfreich dabei wäre, dass der Junge seine Motivation, seinen Willen, wiederfand, dann konnte er auch gern fünf oder zehn Minuten haben. Daran sollte es nun wirklich nicht scheitern. Und als meinte es Fortuna gut mit ihnen, machte nun auch Miller sein Schandmaul wieder auf und sorgte - sicherlich unwissend - für den letzten Kick, den Grim brauchte, um sich zurück zu besinnen, warum sie das hier taten und zeigte sein wahres Gesicht. Von wegen reumütig und wie viel ihm seine Familie doch bedeutete. Sie machten doch alle den selben Fehler. Dämliche Wichser.
Da war er wieder. Dieser Funke in Grims Augen. Ja, nun lief das Ganze hier in die richtige Richtung und Alexis hatte eine ungeheure Freude dabei zuzusehen, wie der Knoten bei Grim nun endlich platzte und er mit dem Hammer immer wieder auf Millers linkes Knie eindrosch. Das war das, was er sehen wollte. Die erste Hürde war genommen, aber ein Knie zu demolieren war nun auch wirklich was für Pippimädchen. Doch mit irgendwas musste man ja schließlich anfangen und ganz ohne Hintergedanken war es ja nun auch nicht. Mit kaputten Knien ließ es sich schlecht weglaufen, sollte es doch einmal vorkommen, dass die Fesseln versagten.
Grim drehte nun richtig auf und versprach Miller sogar, sich um dessen Tochter zu kümmern, was dem liebenden Vater natürlich mehr als gegen den Strich ging und auch Alexis war überrascht. Er ließ es sich zwar nicht anmerken und würde es nun auch sicher nicht zur Sprache bringen, aber er hieß es nicht gut. Er hatte mittlerweile Grenzen. Er konnte aber auch nicht davon ausgehen, dass Grim und er die selben hatten. Aber das wäre ein Thema für später. Als Drohung funktionierte es auf jeden Fall bestens.
Schließlich nahm er den Hammer von Grimm entgegen und nickte. "Wäre auch besser. So einen Scheiß will ich nicht noch einmal erleben." Blut. Ja, das war ein gutes Stichwort und der nächste, logische Schritt. Doch Grim hatte natürlich noch mehr Fragen. Ganz verständlich. "Nun, das hängt immer ein bisschen von der Situation und auch von deinem Opfer ab." Antwortete er, während er den Hammer wieder an seinen Platz lehgte und einen kurzen Schulterblick zu Miller riskierte. "Du willst natürlich, dass es alles mitkriegt, aber es wird immer diesen Punkt geben, an dem es einfach zu viel wird und sie bewusstlos werden. Lässt sich einfach nicht vermeiden. Das ist der natürlich Schutzmechanismus des menschlichen Körpers, den man aber durchaus umgehen kann." Auch er ließ seinen Blick nun über die diversen Klingen wandern. Womit würden sie nun weiter machen? Es gab so viele Möglichkeiten. "Ein sehr effektives Mittel die Leute wieder aus ihrer Bewusstlosigkeit zu holen ist, ihnen diesen kurzen Moment zu geben. In der Zeit kannst du dich ganz in Ruhe sammeln und deinen nächsten Schritt planen oder auch eine rauchen. Und dann weckst du sie wieder. Wie, das ist deiner Kreativität überlassen. Hast du einen Eimer mit Wasser da, hilft das schon ganz gut. Zur Not tut es aber auch ein Schlag in die Fresse oder ein Schuss in die Schulter. Das reißt den Körper sehr verlässlich aus seiner Schockstarre. Du musst dir nur immer wieder vor Augen führen, dass das ein Marathon und kein Sprint ist." Zeit war immer der entscheidende Faktor.
"Wenn du Blut sehen willst, kannst du natürlich anfangen, ihnen Finger oder Zehen abzuschneiden. Du kannst ihm natürlich aber auch tiefe Schnitte überall am Körper zufügen. Du darfst nur nicht vergessen, dass durch das ganze Adrenalin und den durch den Stress dieser Situation das Blut schneller pumpt und dein Opfer somit auch schneller ausblutet, je mehr du ihn schneidest. Daher würde ich persönlich erst immer noch den Schmerz durch andere Varianten bevorzugen, ehe es dann dazu kommt." Alexis nahm eine Zange in die Hand und drehte sie langsam. "Fingernägel zu ziehen macht einen ungeheuren Spaß. Zumindest bis zu dem Punkt, bis der Schmerz für das Opfer quasi vorherhsehbar wird und fast schon zur Gewöhnung führt. Aber es ist deine Party. Was soll es also sein?"


@Grim Sheeran


             

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