Willkommen in London, meine Damen und Herren - Eine der bedeutendsten Metropolen dieser Welt! Hier gibt es eine Menge zu Erleben für Jedermann, glauben Sie mir. Haben Sie sich schon den Big Ben angesehen? Haben Sie versucht, die Grenadier Guards vor dem Buckingham Palace zum Lachen zu bringen? Vielleicht gehören Sie auch zu der Art Touristen, die sich in diese Stadt verlieben und nie wieder gehen? Viele kamen in unsere Stadt, sie haben hier geliebt, gelebt, gelacht und gelitten. Hier gab es bereits tausende Geschichten und es wird noch etliche tausend weitere hier geben. Vielleicht gehört Ihre bald auch dazu? Die Steine der Straßen sind getränkt mit Tränen, Blut und Schweiß von all den Menschen, die hier wandelten. Londons Seiten sind nicht nur sonnig, meine Damen und Herren, nein, das sind sie wahrlich nicht. In der hiesigen Zeitung, The Chronicle - die größte unserer Stadt - lesen wir jeden Tag von den Verbrechen, die diverse Banden hier begehen. In den dunkelsten Gassen schleichen sie sich herum, aber nicht nur dort, selbst auf der Sonnenseite lassen sie sich blicken. Haben Sie den feinen Herren mit dem Anzug gesehen? Haben Sie gewusst, das er der Kopf einer der größten Banden hier ist? Sogar die Reichen unter uns tragen keine weiße Weste. Aber wo auch immer es Reichtum gibt, dort herrscht auch Armut. Die Leute, die am wenigsten haben, für die kein Licht in der Dunkelheit zu leuchten scheint, diese sollten in die Stille horchen, denn man sagt, man kann dort den Gesang der Nachtigallen hören, eine Zuflucht für alle die keine Hoffnung mehr verspüren. Schauen Sie, zu unserer Linken befindet sich das Nightingale Theatre, man munkelt das sich des nachts die Nachtigallen dort tummeln, aber wer weiß schon, ob es stimmt, was auf den Straßen verbreitet wird? Vorsichtig, meine Damen und Herren, wohin Sie auch gehen, seien Sie aufmerksam, denn jeder Schritt in dieser Stadt schreibt Geschichte. Wie wird sich die Ihrige gestalten?



Wir schreiben das Jahr 2019.
Mai bis August




Xobor RPG; Szenentrennung

Real Life RPG - London

empfohlen ab 18 / L3S3V3

Seit Oktober 2018

#1

Friends are therapists you can drink with | Mehrfachgesuch * m & w ( 1 / 4 )

in Unisex 07.07.2019 12:17
von Darlene Coughlin | 89 Beiträge

BASIC FACTS

▪ Darlene Coughlin | 28 Jahre | Kellnerin, Escort & Gelegenheitsmodel | Unterschicht ▪


FACECLAIM

▪ Blake Lively ▪




STORYLINE


Es war einmal… – So fangen sie an, die Märchen, die uns immer wieder begeistern und uns auf eindrucksvolle Art und Weise zeigen, wie das Gute über das Böse siegt. Liebe den Hass nieder ringt. Wie Prinzessinnen ihre Traumprinzen treffen, sich verlieben, heiraten und glücklich bis ans Ende ihrer Tage miteinander leben. Seien wir mal ehrlich; Disney und auch die Brüder Grimm haben uns allen eine vollkommen falsche Erwartung vom Leben und der Liebe vermittelt.
Doch das wahre Leben ist kein Märchen. Es ähnelt manchmal sogar eher einem Albtraum, aus dem man verzweifelt aufzuwachen versucht, es aber eben einfach nicht schafft.

Darlene Coughlins Start ins Leben stand unter keinem guten Stern. Geboren als zweites und somit jüngstes Kind erwartete das kleine Mädchen ein Leben in Armut, Elend und mit der täglichen Konfrontation mit Gewalt, Kriminalität und Drogen.
Die Coughlins lebten in einem ärmlichen Viertel von Manchester. Darlenes Vater war ein arbeitsloser Fabrikarbeiter, der über die Jahre immer weiter dem Spielwahn verfiel und sich somit mehr und mehr verschuldete. Ihre Mutter arbeitete als Kassiererin und brachte zumindest ein wenig Geld mit nach Hause, ehe es wieder verzockt wurde. Es war ein Teufelskreis, aus dem es scheinbar kein Entrinnen gab.
Einzig und allein Darlenes fünf Jahre älterer Bruder Aiden war dem kleinen Mädchen in all dem Elend eine Stütze. Er passte auf sie auf, beschützte sie, machte ihr etwas zu essen… Kurzum; er kümmerte sich um sie, wenn ihre Eltern wieder einmal viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt waren. Für sie war er der einzige Halt in diesem kaputten Haushalt.
Wenn ihre Eltern sich wieder einmal lauthals und handgreiflich stritten, schnappte sich die kleine Darlene ihren zerschlissenen Teddybären, krabbelte zu ihrem großen Bruder ins Bett, vergrub ihren Kopf an seiner Brust und hoffte mit zusammengekniffenen Augen, dass all das bald vorbei wäre. Träumte von einem besseren Leben, wenn sie denn irgendwann in den Schlaf fand.
Auch in der Schule fielen die Coughlin-Kinder grundsätzlich auf. Zum größten Teil negativ. Hausaufgaben selten bis nie gemacht, dreckige, löchrige oder zerschlissene Kleidung, Probleme mit Autoritäten.
Man sollte meinen, dass es dem jungen Mädchen trotz allem hätte leicht fallen sollen, Freunde zu finden. Teilten doch viele Kinder ein ähnliches oder manchmal noch viel schlimmeres Familienleben als sie. Doch Darlene blieb meist für sich. Bis sie Mason kennenlernte.
Sie kannte den Jungen mit den Locken und den blauen Augen bereits vom Sehen her, wenn sie mit ihrem Bruder auf dem Spielplatz in ihrem Viertel war, um vor der Hölle, die sich zu Hause nannte, zu fliehen. Nun gingen sie auf dieselbe Schule und mit der Zeit kamen sie ins Gespräch und wurden Freunde. Neben ihrem Bruder wurde Mason zum wichtigsten Menschen in ihrem Leben. Er kannte, wie sie, das Elend und irgendwie schweißte das die Beiden eng zusammen.

Zu Hause wurde es immer unerträglicher. Die Streitereien ihrer Eltern wurden immer häufiger und immer wieder ging dabei etwas zu Bruch. Meist nur Geschirr. Aber manchmal hatte ihre Mutter Tage später immer noch ein Veilchen. Und das alles nur, weil die Familie hohe Schulden hatte, verursacht durch ihren Vater und seine Spielsucht, von der er einfach nicht loskam. Das Gehalt ihrer Mutter reichte hinten und vorne nicht. Also beschloss Aiden zu helfen, schloss sich einer Gang an. Danach wurde es zwar etwas besser, doch sah Darlene ihren Bruder so kaum noch.
So bekam sie den Zorn ihres Vaters zu spüren, wenn weder ihre Mutter da war, die sich trotz allem immer zwischen ihre Kinder und ihren Mann stellte, um selbst die Prügel abzubekommen, noch ihr Bruder, der sie beschützte.
So verbrachte sie nun die meiste Zeit mit Mason. Sie schwänzten gemeinsam die Schule, machten Dummheiten. Alkohol, Drogen, erste kleine Diebstähle. Zu Hause interessierte sich sowieso Niemand dafür. Mit Mason und dem ein oder anderen Joint fühlte sich das Leben so viel einfacher, so viel erträglicher an. Er war ihr sicherer Hafen. Nicht immer gefielen ihr seine Methoden und sie versuchte ihn vor den richtig großen Dummheiten zu bewahren, aber bei den Kleinen – da war sie voll mit dabei. Wenn es um geschickten Taschendiebstahl ging, machte ihr Niemand so leicht was vor.
Als Darlene 15 war, schlug das Schicksal jedoch mit unerbittlicher Härte zu. Ihr Bruder, der durch seine kriminellen Machenschaften immer weiter abgerutscht war, wurde erschossen. Für die junge Blondine brach eine Welt zusammen. Einer der zwei wichtigsten Menschen in ihrem Leben war nun einfach nicht mehr da. Trost und Zuflucht fand sie in dieser schweren Zeiten nur bei ihrem besten Freund und den Drogen.
Ohne Mason hätte sie diese Zeit wahrscheinlich nicht überlebt und so kamen sich die Beiden immer näher. Kurz nach ihrem 16ten Geburtstag und vollkommen high verlor sie ihre Jungfräulichkeit an ihren besten Freund.
Schon länger hatte sie gespürt, dass es nicht nur die Freundschaft war, die sie zu Mason hinzog. Es ging tiefer, aber sie waren beide so verkorkst, dass sie nie darüber sprachen. Sie hielten nicht Händchen, sie küssten sich auch nicht in der Öffentlichkeit. Sie waren kein Vorzeigepärchen wie im Märchen. Nur hinter verschlossenen Türen gaben sie sich ihrer Leidenschaft hin und das reichte ihnen.
Kurz danach brachen sie gemeinsam die Schule ab. Mason stieg bei den illegalen Geschäften seines Bruders mit ein. Darlene sah es nicht gern, wusste sie doch was passieren könnte, aber trotz allem stand sie hinter ihrem besten Freund. Und eine Zeit lang ging auch alles gut.
Bis Caden, Masons Bruder, eines Tages erwischt wurde und in den Knast wanderte. Mason nahm es ziemlich mit und statt sich ihr anzuvertrauen und sie für ihn da sein zu lassen, zog er sich vollkommen von ihr zurück. Etwas, dass es bis dahin noch nie zwischen ihnen gegeben hatte. Tagelang hörte sie nichts von ihm. Es war die Hölle.
Schließlich fand man Mason mit einer Überdosis Koks, rettete ihm das Leben und wies ihn danach umgehend in eine Entzugsklinik ein. Für Darlene brach eine Welt zusammen. Im einen Moment war er noch im Krankenhaus und als sie ihn am nächsten Tag besuchen wollte, war er bereits weg. Niemand wollte ihr sagen, wohin man ihn gebracht hatte. Sie gehörte nicht zur Familie und so konnte sie toben und wüten wie sie wollte. Sie erreichte gar nichts. Sie hatte keine Adresse, keine Telefonnummer. Es war, als wäre er einfach in einem schwarzen Loch verschwunden. An einen Ort, an dem sie ihm nicht folgen konnte. Sie war sogar so verzweifelt, dass sie sich an Caden wandte, ihn im Gefängnis besuchte. Doch auch er wollte ihr nicht sagen, wo sein Bruder war. Es wäre besser so. Diese Einschätzung konnte sie nicht teilen. Sie war nun vollkommen allein. Sie verzweifelte daran.
Ohne Schulabschluss und ohne wirkliche Zukunftsperspektive und ohne ihre große Liebe war Darlene verloren. Sie ließ sich einfach nur treiben und sank immer tiefer in den Strudel aus Drogen und Beschaffungskriminalität. Es war ihr egal, ob sie den nächsten Tag erleben würde oder eben nicht. Ohne Mason machte es alles sowieso keinen Sinn mehr.
Sie war so gut wie nur noch drauf. Sie nahm fast alles, was sie in die Finger bekam; Oxy, Koks, Dope, Crack, E. Es war ein bunter Strauß an Rauschmitteln, mit denen sie versuchte diese sich in ihr ausbreitende Leere zu betäuben. Doch es half alles nichts. Sie konnte Mason nicht vergessen. Noch immer versuchte sie irgendwie an den Namen der Klinik zu kommen. Doch all ihre Versuche verliefen im Sande. Und auch er meldete sich nicht. Hatte er sie wirklich so schnell schon vergessen?


Ein halbes Jahr später

Das Geld für die Drogen und was sie sonst so zum Leben brauchte, verdiente Darlene sich mit Taschendiebstählen. Sie war gut darin und meist bemerkten ihre Opfer erst zu Hause, dass ihnen etwas fehlte. So war sie wieder einmal auf Raubzug durch Manchesters Straßen unterwegs und hatte schon gute Beute gemacht. Es hätte auch eigentlich gereicht und sie hätte aufhören können, wenn ihr nicht dieser ältere, am Telefon hängende Business-Typ entgegen gekommen wäre, der nun wirklich ein leichtes Ziel war. Der würde die Kohle schon nicht vermissen und so lief sie zielstrebig auf ihn zu, stolperte gespielt über ihre eigenen Füße, fiel dem Mann fast in die Arme und ließ im gleichen Moment ihre Hand in seinen Mantel schlüpfen, wo sie sein Portemonnaie vermutete. Doch noch ehe sie ihre Beute sichern konnte, spürte sie seine Hand um ihr Handgelenk. Er hatte sie ertappt und machte auch keinerlei Anstalten, sie gehen zu lassen.
Sie versuchte sich loszureißen, bettelte, fluchte und drohte ihm. Doch es half alles nichts. Nur wenig später wurde sie von Polizisten, die auf die Szene aufmerksam geworden waren, in Handschellen abgeführt, die auch ihre andere Beute konfiszierten. Ihr stand also eine Nacht in der Zelle bevor. Sie würde da drin definitiv die ersten Entzugserscheinungen spüren. Es war keine Nacht, auf die sie sich freute.
Doch bereits wenige Stunden später ließ man sie wieder gehen. Vor dem Polizeirevier wusste sie dann auch, wieso. Der Typ, der sie erwischt hatte, hatte Kaution für sie gestellt. Warum verstand sie in diesem Moment zwar nicht, aber dennoch bedankte sie sich bei ihm und wollte bereits wieder ihrer Wege gehen, als er sie aufhielt. Er wollte sie auf einen Kaffee einladen. Misstrauisch, welche Absichten er wohl verfolgen könnte, ging sie trotzdem mit ihm, auch wenn sie im Grunde eigentlich anderes zu tun hatte. Sie musste immer noch irgendwie an das Geld für ihre Drogen kommen.
Bei Kaffee und einem Stück Kuchen versuchte Jacob – so hieß der Business-Typ – herauszufinden, warum sie stahl. Unnötig zu erwähnen, dass er nur recht einsilbige und nichtssagende Antworten von Darlene bekam. Was ging ihn auch schon ihr Leben an? Doch je länger sie in diesem Café mit ihm saß, desto deutlicher spürte sie die sich ausbreitende Unruhe in ihrem Körper. Sie brauchte bald wieder was und sie hatte noch immer keine Kohle.
Vielleicht konnte sie ja ausnahmsweise anschreiben lassen? Aber Creeps war nicht der Typ, der anschreiben ließ. Die Blondine wusste, dass er ihr die Drogen sicher auch für etwas anderes überlassen würde, aber das war so gar keine Option! So verzweifelt war sie noch nicht. Vielleicht konnte sie sich auch irgendwo ein bisschen Kohle leihen. Aber bei wem? Sie kannte nur Junkies und die nicht einmal gut und alle waren ständig abgebrannt.
Während ihrer Überlegungen hatte sie gar nicht mit bekommen, dass Jacob auf eine Antwort von ihr wartete. Erst als sie im Augenwinkel eine Bewegung seiner Hand wahrnahm, kam wieder Bewegung in die Blondine. Doch noch ehe sie ihn zurecht weisen konnte, dass er nicht bei ihr landen könnte und er daher seine Hände bei sich behalten durfte, sah sie, dass er ihr etwas Geld über den Tisch zugeschoben hatte. Ihren fragenden Blick quittierte er nur mit einem Nicken und so steckte sie es ein.
Kurz darauf trennten sich die Wege der beiden und Darlene brach sofort zum Dealer ihres Vertrauens auf, um Jacobs Kohle augenblicklich in ihre Lieblingsbetäubungsmittel umzusetzen.

2 Wochen später

Vollkommen high torkelte Darlene wieder einmal durch die Straßen von Manchester. Es war mittlerweile zu einer traurigen Routine geworden. Sie hatte keine Ahnung, wo sie war. Irgendwer hatte sie auf eine Party mitgeschleppt, auf der sie sich vollkommen abgeschossen hatte und von der aus sie nun nach Hause unterwegs war. Ein Taxi kam nicht in Frage. Die wenige Kohle, die sie hatte, gab sie lieber für Stoff aus.
Während sie damit beschäftigt war in ihrer Handtasche nach einem Joint zu suchen, bekam sie gar nicht mit, dass sie den sicheren Fußgängerweg verlassen hatte und auf die Straße getorkelt war. Erst ein beherztes Hupen und das Quietschen von plötzlich zum Stillstand kommenden Reifen, erregte wieder ihre Aufmerksamkeit. Das Taxi hatte gerade noch wenige Zentimeter vor ihr stoppen können. Wie ein Reh im Scheinwerferlicht stand sie da, ehe sie ihre Suche nun seelenruhig auf der Straße stehend fortsetzte, das Gezeter des Taxifahrers vollkommen ignorierend.
Erneut griff dieser beherzt in die Mitte seines Lenkrades, als die hintere Tür des Black Cabs geöffnet wurde. Vor der Blondine baute sich plötzlich wieder ein bekanntes Gesicht vor ihr auf, auch wenn sie das in diesem Moment nicht wirklich wahrnahm.
Jacob zog sie mit sich ins Taxi.
Am nächsten Morgen wurde sie in einem fremden Bett wach. Sie hatte keine Ahnung, wie sie hierhergekommen war. Allein das Zimmer war sicher 1000-mal mehr wert, als die heruntergekommene Ein-Zimmer-Bruchbude, die Darlene mittlerweile ihr Zuhause nannte. Sie war in Jacobs Wohnung.
Er hatte ihr ein paar Sachen zum Anziehen bereit gelegt und nachdem sie sich ein wenig frisch gemacht und am Fenster ihren allmorgendlichen Joint geraucht hatte, traf sie ihn in der Küche beim Frühstück.
Etwas kleinlaut bedankte sie sich bei ihm, dass er sie scheinbar erneut ‚gerettet‘ hatte und heute bekam er auf seine Fragen auch endlich Antworten. Bereitwillig und mehr als ausführlich schilderte die Blondine dem Älteren ihre ganze, traurige Lebensgeschichte, an dessen Ende sie Sturzbäche weinte.
Jacob bot ihr seine Hilfe an. Sie könne bei ihm wohnen, einen Entzug machen, ihr Leben neu sortieren. Vielleicht sogar ihren Abschluss nachmachen und ein ganz neuer Mensch werden. Doch Darlene war misstrauisch. Niemand hatte ihr bisher helfen wollen – niemand außer ihrem Bruder und Mason. Alle anderen hatten sie im Stich gelassen. Und Hilfe gab es auch nie umsonst. Doch Jacob beteuerte, dass sie ihm vertrauen könne und sie ihn ein wenig an seine jüngere Schwester erinnere, die in ihrer Jugend ebenfalls auf die schiefe Bahn geraten war und der er nicht hatte helfen können. Und auch wenn sie sich nicht zu 100% sicher war, ob sie ihm trauen könnte, so nahm Darlene sein Angebot doch an. Es war Zeit für eine Veränderung.
So machte sie einen Entzug, suchte sich einen Job in einem Café als Kellnerin, belegte Abendkurse, um ihren Abschluss nachzuholen, lebte bei Jacob und wurde schließlich irgendwann auf der Straße angesprochen, ob sie nicht Lust hätte für einen Fotografen das Model zu sein. Es schien, als ginge es endlich bergauf in ihrem Leben.
Doch auch weiterhin versuchte sie Mason ausfindig zu machen. Ihn konnte sie nicht so einfach vergessen oder gar hinter sich lassen. Aber es war egal, was sie anstellte. Alles führte in Nichts. Es schien fast, als wäre er vom Erdboden verschluckt. Somit fuhr sie auch regelmäßig zurück in ihr altes Viertel, um sich umzuhören, ob ihn jemand gesehen hätte. Langsam bezweifelte sie, dass sie ihn jemals wiedersehen würde.




Heute – 2 ½ Jahre später

Vor etwas über einem halben Jahr kehrte Darlene Manchester den Rücken. Es war eine Nacht und Nebelaktion. Sie hatte nach ihrem Entzug nicht wirklich clean bleiben können, aber Jacob hatte ihr niemals Druck gemacht wegen der gelegentlichen Joints, die sie immer noch rauchte. Dass sie mittlerweile auch wieder zu Koks griff, davon wusste er nichts. Doch sie hielt es in ihrer Heimatstadt irgendwie nicht mehr aus und es hatte sie sowieso nur noch ein einziger Grund dort gehalten und dieser bewahrheitete sich nicht. Also hatte sie Jacob, der über die letzten Jahre so etwas wie ein Vaterersatz für sie geworden war, 2000 $ gestohlen, hatte ein paar Sachen gepackt und sich in einen Bus gesetzt.
Sie hatte anfänglich kein genaues Ziel, landete aber schließlich in London. Hier wollte sie nun neu anfangen.
Sie arbeitet in einem Café als Kellnerin, modelt gelegentlich und arbeitet zusätzlich als Escort-Girl für reiche Typen, die eine hübsche Begleitung für den Abend suchen.
Bis heute hat sie keinen Mann wirklich nah an sich herangelassen. Noch immer leidet sie unter der Trennung von Mason und der damit verbundenen Leere, auch wenn sie mittlerweile akzeptiert hat, dass er sie scheinbar aus ihrem Leben gestrichen hat. Und vielleicht gelingt es ihr ja hier, die Vergangenheit endlich loszulassen und irgendwann auch wieder so etwas wie Glück zu finden.



SCHREIBSTIL

▪ [ ] Erste Person | [X] Dritte Person | [ ] Unterschiedlich/Ich passe mich an ▪
Ggf. mit einer Schreibprobe
Sie war spät dran. Verdammt spät. Die Tasche über ihrer linken Schulter mit der Hand festgehalten joggte sie schon fast die Straße entlang. Nur noch zwei Blocks und nur noch verdammte fünf Minuten. «Shit, shit, shit.» Murmelte sie leise vor sich hin, nachdem sie noch einmal einen prüfenden Blick auf ihre Uhr geworfen hatte. Pünktlichkeit war unerlässlich. Wenn sie es nicht rechtzeitig schaffte, konnte sie sich den Job vielleicht sogar gänzlich in die Haare schmieren und sie war auf das Geld angewiesen. Also ging ein Ruck durch den Körper der Blondine und sie rannte nun förmlich die Straße herunter, ehe sie an der nächsten Ecke rechts abbog. Da hinten. Es wurde eng. Konnte sie es schaffen?


3 Stunden früher
Darlene schloss die Tür zu ihrem kleinen Ein-Zimmer-Appartement auf, trat durch die Tür, hängte im selben Atemzug ihren Schlüssel an den kleinen Nagel neben der Tür und kickte die Wohnungstür hinter sich mit ihrem Hacken zu. Tasche und Jacke landeten augenblicklich an Ort und Stelle. Ihre Schuhe streifte sie sich im Gehen von den Füßen. Sie war nicht unbedingt ein schlampiger Mensch, aber auch kein totaler Ordnungsfreak. Es herrschte eher das organisierte Chaos und in diesem Moment hatte sie nur einen einzigen Antrieb; das kleine Kästchen auf dem Couch-Tisch.
Mit einem erleichterten Seufzen ließ sie sich auf die verschlissene Couch fallen, die auch schon bessere Zeiten gesehen hatte und bei der man aufpassen musste, wo man sich hinsetzte, wenn man nicht die rostigen Federn im Hintern stecken haben wollte. Irgendwann müsste sie ein wenig Geld zur Seite legen und in ein neues Sitzmöbel investieren. Das hatte sie eigentlich schon letzten Monat tun wollen, aber dann war ihre ganze Kohle doch zumeist wieder nur für Stoff drauf gegangen. Wann war ihr Leben eigentlich derart aus dem Ruder gelaufen? Ach ja... Es war noch nie wirklich im Lot gewesen. Mal abgesehen von der extrem kurzen Zeit nach ihrem Entzug damals in New York, als sie es tatsächlich mehrere Wochen am Stück geschafft hatte, clean zu bleiben. Was so ein einziger Besuch bei alten Freunden doch alles zunichte machen konnte. Und das alles nur, weil sie Informationen gewollt hatte. Nun steckte sie wieder mitten drin. Hatte es aber irgendwie unter Kontrolle. Welch herrliche Illusion.
Kurz ließ sie sich in das abgewetzte Leder sinken und schloss die Augen. Es lag noch ein langer Tag vor ihr. Ihre Schicht im Café hatte sie erfolgreich hinter sich gebracht, aber in ein paar Stunden stand noch ein Werbeshooting an. Der Anruf kam relativ kurzfristig. Das eigentlich gebuchte Model hatte heute Morgen abgesagt und nun sprang die Blondine als Ersatz ein. Eigentlich hatte sie sich auf einen faulen und mehr als drogengeschwängerten Nachmittag gefreut, doch sie brauchte das Geld. Brauchte sie immer. Also hatte sie gar keine andere Wahl gehabt, als ja zu sagen.
Ein leises Seufzen verließ ihre Lippen, als sie ihre Augen wieder öffnete und ihr Blick wie automatisch an dem hässlichen Fleck an ihrer Decke hängen blieb. Ein ehemaliger Wasserschaden und noch Niemand hatte es für nötig erachtet ihn zu überstreichen. Sie hatte mittlerweile eine ganze Liste voller Mängel, die irgendwann einmal alle beseitigt werden sollten. Aber was wollte man von dieser Gegend auch erwarten? Sie konnte froh sein, wenn sie morgens heißes Wasser zum Duschen hatte.
Langsam richtete sie sich wieder auf, griff nach dem Kästchen und zog es mit einem leicht schabenden Geräusch über den Tisch zu sich heran. Ihre Zunge leckte über ihre Lippen, als sie den Deckel öffnete und bereits das Päckchen Papers in den Händen hielt. Diese Handgriffe liefen schon so gut wie automatisch ab. Blättchen auf den Tisch legen, ein wenig Tabak darauf verteilen, nach dem kleinen Cellophantütchen greifen, den wiederverschließbaren Verschluss öffnen, eine gute Menge Marihuana zwischen Zeigefinger und Daumen genommen und auf dem Tabak verteilen. Dass das Verhältnis in den Jahren immer mehr gekippt war, war der stetigen Gewöhnung geschuldet. Und wahrscheinlich auch der minderwertigen Qualität des Dopes. Doch den richtig guten Stoff konnte sie sich einfach nicht leisten, auch wenn es ein Teufelskreis war und im Grunde eine Milchmädchenrechnung. Aber dafür gab es ja noch andere schöne Dinge, die den Geist in eine andere Dimension befördern konnten.
Vorsichtig nahm sie das Blättchen mit der Tabak-Dope-Mischung hoch und rollte es zwischen ihren Fingern zusammen. Ihre Zunge strich einmal längs über den Klebestreifen, ehe sie den Joint mit ihren Fingern verschloss. Nur wenige Sekunden später steckte er bereits zwischen ihren Lippen und das Feuerzeug entzündete das zusammen gedrehte Ende. Ihr erster Zug war lang und tief. Sie schloss wieder einmal die Augen und behielt den Rauch in ihren Lungen, ehe sie ihn erst fast eine Minute später wieder ausblies. Das war genau das, was sie jetzt gebraucht hatte.
Aus dem Flur ertönte ein Piepen. Ihr Handy. Sie zog erneut von ihrem Joint, ehe sie sich vom Sofa hochhievte, um zu sehen, wer etwas von ihr wollte. Sie hockte sich vor das Knäuel, das ihre Jacke darstellen sollte und suchte in den Taschen nach ihrem Handy, ehe sie es in den Händen hielt. Mit einem schnell Griff und dem Eintippen vier kleiner Zahlen war das Display entsperrt und bereits WhatsApp geöffnet. Sie überflog die geschriebene Nachricht, runzelte leicht die Stirn und tippte, den Joint lässig zwischen den Lippen im Gehen eine Antwort, ehe sie sich auf ihre Matratze sinken ließ.
Das Handy schließlich neben sich auf die Decken fallen gelassen, ließ auch sie sich nach hinten fallen und rauchte den Joint auf.

Das Nächste, was ihr dann wieder bewusst war, war ihr Handy das wild vor sich hin klingelte. Sie war eingeschlafen. Mit zusammengekniffenen Augen tastete sie nach dem nervigen Ding, dass sie aus dem Schlaf gerissen hatte, ehe ihr Blick auf die Uhr fiel. »Fuck!« Entfuhr es ihr und sie ließ das Handy einfach weiter klingeln und war im nächsten Moment bereits aufgesprungen. Sie hatte noch eine halbe Stunde. Und so klaubte sie in Windeseile ihre Sachen zusammen, schlüpfte bereits hüpfend aus der Tür in ihre Schuhe und stolperte fast die Treppen runter.


Das Ziel war in Sichtweite. Sie würde ein paar Minuten zu spät kommen, aber vielleicht ließ man ihr das Durchgehen. »Bitte Herr im Himmel.« Schickte sie ein leises Stoßgebet gen Wolken, auch wenn sie nicht im Geringsten gläubig war. Aber möglicherweise meinte es ja doch mal ausnahmsweise jemand gut mit ihr.
Vollkommen aus der Puste riss sie die Tür auf und die Treppen nach oben. Immer zwei Stufen auf einmal nehmend. Ihr Weg endete im ersten Stock und einem großzügig ausgebauten Loft im Industrial Design, in dem das Set für das heutige Shooting bereits aufgebaut war. Überall liefen bereits geschäftig Leute umher, doch die Blondine musste erst einmal zu Atem kommen. Das jahrelangen Rauchen machte sich doch immer wieder bemerkbar. Ihre Lunge brannte und ihr Atem wollte sich auch noch nicht wirklich wieder beruhigen, als auch schon eine aufgetakelte Frau auf sie zukam.
»Darlene? Darlene Coughlin?« Die Blondine nickte zunächst nur. »Ja. Das bin ich.« Brachte sie dann doch noch ein wenig luftarm hervor. Der Blick der Nervziege vor ihr ging direkt auf die Uhr und noch ehe diese etwas sagen konnte, kam Darlene ihr zuvor. »Ich weiß. Es tut mir leid. Ich wurde im Verkehr aufgehalten. Ich hab mich so beeilt. Kommt nicht wieder vor.« Brachte sie ihre Entschuldigung in Form einer Lüge vor. Sie konnte nur hoffen, dass Fräulein Rottenmeier vor ihr, ihr einfach glauben und es darauf beruhen lassen würde. Und wahrscheinlich hatte sie auch einfach nur Glück, weil es keine andere Lösung gab, doch ihr Gegenüber wies sie an, ihr zu folgen. Erleichtert atmete die Blondine aus.
Zunächst führte man sie zu einem aufgestellten Paravent, hinter dem sie sich umzog und in die Sachen schlüpfte, die es heute in Szene zu setzen galt, ehe sie zum aufgebauten Tisch der Make up Artists geführt wurde. Dort saß bereits jemand. Ein Mann. Wahrscheinlich ihr heutiger Shooting-Partner. In der Regel wurde sie allein gebucht, doch von Zeit zu Zeit kam auch das eben mal vor. Sie warf einen kurzen Blick nach links. »Hi.« Gab sie lediglich von sich, ehe sich die junge Frau auch bereits daran machte die Spuren ihres gerade erst stattgefundenen Sprints mit Make up zu beseitigen.


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GEMEINSAME STORYLINE


Wir kennen uns, seit ich vor etwas über einem halben Jahr nach London gezogen bin oder haben uns gerade erst kennengelernt. Woher wir uns kennen - ob nun von einem meiner Jobs oder ob wir uns beim Feiern über den Weg gelaufen sind - können wir gerne auch zusammen besprechen.
Sind wir Kollegen/innen im Café, bei der Escort-Agentur oder bei der Model-Agentur?
Können wir uns vielleicht momentan noch gar nicht so gut leiden, weil wir uns als Konkurentinnen sehen? Merken dann aber doch, dass wir mehr gemeinsam haben und legen unsere 'Feindschaft' bei?
Verbindet uns die gemeinsame Sucht nach nicht ganz so legalen Substanzen?

Für ganz kreative Köpfe - und bei Interesse - könnte man sich natürlich auch schon aus Manchester kennen. Sind wir vielleicht zusammen aufgewachsen und sind letztlich zusammen nach London gekommen? Oder laufen wir uns hier durch Zufall wieder über den Weg, weil wir uns vorher aus den Augen verloren haben, nach dem ich der alten Clique zu Hause quasi den Rücken gekehrt habe?

Ich will da gar nicht zu viel vorschreiben, da es in erster Linie dein Charakter ist und ich für viele Möglichkeiten offen bin.
Gerne können wir da auch gemeinsam brainstormen und dann finden wir sicher eine gemeinsame Basis.



EIGENSCHAFTEN

▪ Hier hast du vollkommen freie Hand. ▪


PROBEPOST?

▪ [ ] Ich wünsche einen neuen Post aus Sicht des Charakters | [ ] Mir reicht ein alter Post | [ ] Ich möchte ein gemeinsames Probeplay | [ ] Ich benötige keinen Probepost | [X] Ich entscheide bei der Bewerbung ▪
Sollte ein neuer Probepost gewünscht sein, gib dem Gesuchten bitte Angaben zur Postsituation, die du gerne lesen möchtest.


WEITERE ANMERKUNGEN

▪ Die üblichen 0815-Floskeln spare ich mir hier jetzt einfach mal, denn die liest man zur Genüge und sollten sich von selbst verstehen.

Ich würde mich einfach freuen, wenn ich auf diesem Weg ein paar wichtige Menschen für Darlene finde und wir uns gemeinsam hier ein Leben aufbauen und lustige, traurige oder auch mal dramatische Geschichten erzählen können. ▪



             

zuletzt bearbeitet 15.07.2019 23:30 | nach oben springen


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